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Mittwoch, 19. Mai 2010

Schrumpeliger Luftballon

Schrumpeliger Luftballon.

Es kreist im Labyrinth der Beckenboden. Hilft Liebe gegen Sex? Nach ihrer Befreiung aus Kuß und Kissen schützt sich die Urmutter mit den phantastischen Konfrustrationen des Archaischen. 

Ist aber nicht Sex gut für scheinheilig? Mit Esoterik, Ideologie besteigst Du die Masse. Und Macht macht einsam. Wie windet sich die Einsamkeit nach Sex, oh zartes Zölibat! Und Sex macht lustig, will Frustration in Ego löschender Liebe.
Aus Mägen dünstet es Gemüt. Ganzkörperschüler Hebel sagt ein Merke. Der knetet Wellness, Witz und Braves satt vor Saturierten, Handkäsfraktion der Literaturschmecker: Da kann Schmalhans nicht Küchenmeister sein noch Schuldiener. Wer aber unter gut Gelaunten träumt noch Sehnsucht, Liebe, Herz und Schatten? 

Kannitverstan. Hier gibt es süße Babies samt und sonders, rote Sandy bei erotischem Date. 

Die Droste aber schabt vom guten Wort das letzte Mitleid, polstert den Sarg eines Berichts mit feiner Aversion zum Schatzkästlein des Antisemitismus auf. Brich deutsch, Stammtisch. Ja da gibt’s fettes Mittelalter. Morgen sind wir tot. Prost Hausfreund, jetzt mal lustig!

Ja Schnecken, sind die Konzertkatzen denn ermäßigt? Männer, die immer nur das Eine, Frauen, die immer nur das Andere wollen! Merke: Romantik macht ja schlank. 

Und 20% auf alles außer Darmoberbekleidung. Aber der Sozialismus wurde ja auch nicht an einem Tag erbaut. Und überdies endete er stets in Suizidaldemokratie. 

Sehnsucht heult aus eingeklemmten Lüsten. Ja, nochn Schluck! Der Schloßherr grüßt feudal aus der Ruine. 

Und Wort und Weh muß draußen bleiben, wenn Schnarcher sich die Augen reiben.
Dichter schnappt nach Preisen.

Grüß Gott, wir sehn uns.-


Ein Bißchen Erklärung:

Natürlich ist Gemütlichkeit nicht weniger wert oder unwert als Ungemütlichkeit. Aber das Gemüt, das einem Krüppel einen Almosen gibt, um dann interessierte Geschichten mit Merke zu spinnen, als sei kein Hauch von Weh ins Herz gesickert. Da werd ich Schuhmann gegen Wagner: ungemütlich.

Und erst die Droste, die sich aus der Angst des Adels vor dem Bürger in die gute alte Zeit einspinnt. Warum nicht, wenn man den Terror der Revolution kennt? Aber man sehe die Erzählung des Oheims aus der Zeit der offenen und mitfühlenden Welt und dann die Ausbeinung des Gefühls und die Ausschmückung mit der Blume Gehässigkeit aus der Insolvenz. Was will da das Wunder Leben?
Ich ergreife seine Partei.
18.05.10 Klaus Wachowski