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Sonntag, 20. Dezember 2015

Vergangen


Mich hat des Glücks eine leuchtende Spur mit zitternder Schwinge berührt. Gustav Falke

Nun ist sie gebrochen
Und die Katze lauert am Zaun.


Um zu gehen, gehe ich,
Um zu leben, lebe ich;


Fliehend in die Zukunft
Trage ich Glück und Leid
Mit mir der Vergangenheit,

Erinnerung heilend mit Erinnerung.

Freitag, 27. November 2015

Ginkgo

Es war einmal ein Ginkgo-Blatt, das keine Ahnung von Goethe hatte. Es fiel vom Baum in meinem Garten in den nassen Fußweg und überlebte so meine Dekoverzweiflung zum Geburtstag. Heute morgen sah ich es unter den Blattmassen eines amerikanischen Traums von Blutbuche und unter braunen Blattresten weiblicher Sehnsucht in toscanischen Zypressen. Es hatte so gar nichts Klassisches von Weimarner Ewigkeits-Geschäftstüchtigkeit an sich. Vielmehr hatte ein graugrüner Schimmel einen kleinen Kreis eingefressen und eine dunkelbraune Kollegin schmutzige Linien, an der entlang sich eine von den schwarzen Nacktschnecken vorarbeitete. Aus einem gelben Gesang war ein rötlich-feuchter Lappen geworden.

Ausgedörrte männliche Gestalten in Krankenhaus - Funktionskleidung huschen vorbei, beugen sich über Leidendes, finden den Weg zurück in die Serie nicht mehr, verdammt zur Hilfe. Gut gelaunt, man steht am, liegt nicht im Krankenbett.

Viele letzte Blätter auf dem Weg in die Krankenhaus - Cafeteria. Schön, das Grüngelb über den auf das Rheinhessen -  Pflaster gefallenen roten Beeren. Ich habe einen Schmerz und Gott, von dem ich nicht mehr weiß,  ob ich an ihn glaube, hat sich davon gemacht. Diese Wege gehe ich allein mit einer zusammengepressten Erinnerung.

Ich sehe meinen nackten Ginkgo-Baum vor mir. Alle finden den "Faust" als eine gräßlich langweilige Oberlehrer - Symbolik, müssen sie aber über die Jahrhunderte hinweg durch ihre Gedanken ziehen, weil eine hilflose Intellektuellenschaft sich nicht an eine Revolution frei kommunizierender Kultur heran traut. Natürlich gehört die Sehnsucht eines Goethe nach ewigem Leben dazu. Aber doch nicht in die Lehrbücher von Schülern, die im Jetzt leben, tanzen, ächzen, ganz andere Wunder und Abstürze erleben als ein sinnierender Professor.

Mein Ginkgoblatt sinkt in ein hellblaues japanisches Wasser. Es ist so Plastik, so digital und Tusche schwarz auf weiß, daß ganz Andere. Die Erinnerungen lösen sich auf in unerfüllte Sehnsuchten, die in weiten Einsamkeiten vergangenen Lieben nachspüren. Das Atmen fällt leichter, dickes schwarzes Blut verflüssigt sich wieder zu Leben.

Und ich bin geliebt. Du bist da. In unserem Kreis. Und die "Nein" sagende Zeit ist so wenig wahrhaftig wie der Raum, der uns einst voneinander entfernen wollte. Ich erzähle nur deshalb von meinem Ginkgo, weil es Euch gibt.

Ich erzähle meinem Freund. Er, sie, heißt Mensch. Du triffst ihn, sie nicht bei den Massen. "Doch", ruft X und sie hat recht. Nur ich treffe ihn nicht unter Massen, sondern an meinem Tisch in der Cafeteria eines Krankenhauses.

Es war einmal ein Ginkgoblatt. Und jetzt ist es.

26.11.2015

Samstag, 14. November 2015

Umarmung

Wir weinen und umarmen uns.

Du willst mich nicht weinen sehen, und lieber einen beschützenden als einen umarmenden Vater.

Aber wie kann ich stark sein, wo Du der Welt nicht mehr zutraust, Dir beistehen zu können!

Jetzt haben irre Menschenhasser vom fanatischen Halloween einfach Menschen ermordet.

Du hattest -  wie viele und viele -  eine andere Welt erträumt. Freiheit, Frieden und Gleichheit hattest Du Dir für Deine Brüder und Schwestern vom Menschen ersehnt. Für Deine Kinder eine Welt, in der Menschen Zeit und Gelegenheit hätten,  das Wunder Leben und seinen Spiegel Welt zu erfahren.

Du bist dort. Ich weine und würde Dich so gerne umarmen.

Und die Ghoule trampeln durch das Wunder.-

14. 11. 05

Dienstag, 27. Oktober 2015

Ich gehe unter roten Blättern.





Ich gehe unter roten Blättern.
Eines fiel.
Man sagt Karmesin, Orange, Krasnaja.

Sie glühen im Abend
wie das Papier in den Laternen des Halloween,
wie das Papier vor den Kerzen des Advent.

Etwas sagt: Nichts,
das Wort löst sich auf,
die Sehnsucht löst sich im Rot.

Mein Weg bricht ab,
ich biege ab
unter einem Dach von Blättern rot.

Klaus Wachowski            27.10.2015

Dienstag, 6. Oktober 2015

Oktober



Wie Licht
sich in die Wolke flicht
leuchte!

Farben, Liebe
über Dich!

Das Wort
erfülle den Raum!

Sonntag, 27. September 2015

Hänschen klein

Von mir gibt's immer das gleiche. Also mittelblauer Himmel, ein hoch hinaus leuchtender glatter Birkenstamm, ein weniger hoher grauer glatter Stamm, ebenso schlank, dicht daneben, schon gelbes in noch grünem Laub, zitternd im kühlen Herbstwind.

Deine Stimme sagt: Die Wolken, wie vor den Himmel gehängt.
Dies waren die schönen Tage.

Ein rötlicher, wie gläserner Stein im gelben Kornsand, den die Jahrmillionen und eine Kaninchenpfote freigelegt haben. Wie ist dieser Teil eines Rings von der Deponie in den Hügel gelangt? Relikt einer Unachtsamkeit, eines verzweifelten Verzichts oder eines Verbrechens? Edelstein oder Kirmesscherbe? Vom letzteren gibt es mehr. Die Elster zieht silbern Glänzendes vor.

Eine leuchtende Hagebutte im Wasser einer spiegelglatten Seele. Das löst Reflexionen aus. Ist das Thema nicht immer Ewigkeit und Ich? Und Du und Einsamkeit? Und die Liebe darin?

Allein in die Welt hinein, will Hänschen klein. Und Stock und Hut stehn ihm gut. Die Weite der Zukunft, die Vielfalt des Bekannten und Unbekannten, vor der das Duftbäumchen baumelt. Fahren, Fliegen! Unter wolkenblauen Himmeln.
Jetzt ziehen sich goldgelbe Fäden durch das Wasser. Nimm den Teebeutel heraus, bevor aus anregender bittere Bitternis wird. Sieh hinaus in die im blauen Horizont ferneren Berge.

Das leichte Ziehen da drinnen beginnt zu schmerzen.

Hallo, kleiner Mann! Hörst Du es nicht, dieses Weinen? Ein sehres Weinen von Mama. Da besinnt sich, dreht sich um das Kind.

Und es sieht den Schatten über den Dächern, und das Licht, das da schon aus manchem Fenster hinaus in die ausgeblühten Gärten glüht. Es ruft und weint.
Was heißt da Welt und Weite? Was heißt da Ich? Nach Haus geschwind, kleiner Junge von den großen Plänen!

Der Wind macht weiter, treibt die Rotoren der Gewinnerwartung in ihren schlaflosen Schlaf.

Gott lässt sich ein Tattoo stechen. Na ja: Herz mit Pfeil und "Mom". Prächtiger Bizeps, wenn man Mensch wird...

27.9.15

Sonntag, 6. September 2015

Herbstgeräusche

 Wind in trockenen Blättern, das Fegen hinter Hecken, Rasenmäher, die sich in ausgetrockneten Sanden verfangen. In Gefäße rauschendes Wasser.

Die Erde wird leichter, die Luft befreit sich von Düften und Wespen.

Höher kreisen die Schwalben und Raben fallen ein. Stare in Schwärmen wie ein- und ausatmende Lungen über fernen Hügeln.

Tief zieht der Betrachter den Atem ein. Ein Wechsel ins Unbekannte, wie in etwas Freies.

Schwärme von Schwärmern ziehen plötzlich hinaus, sich einen Genuss zuzuführen, einander zu gefallen. Feste fallen über die Einsamkeit her. Mit neuer Einsamkeit in Massen.

Eine tote Ratte am Wegrand. Vorbei zieht der sogenannte Junggesellenabschied. Ein liebevoll hergerichteter Bollerwagen, gefüllt mit Bier.

Die Luft trinkt den sauren Atem unerfüllten Wollens. Ein leichter Regen wischt die Beeren ab. Der Wind öffnet den Himmel wieder. Die Farben erneuern meine verblassten Erinnerungen. Ich gehe die alten Jahre ab.

Wie war das noch, als ich diese Hand berührte?

6.9.15

Donnerstag, 30. Juli 2015

Glückes Spur

Mich hat des Glücks eine leuchtende Spur
Mit zitternder Schwinge berührt.
                                                Gustav Falke

Nun ist sie gebrochen
Und die Katze lauert am Zaun.

Um zu gehen, gehe ich,
Um zu leben, lebe ich;

Fliehend in die Zukunft
Trage ich Glück und Leid
Mit mir der Vergangenheit,
Erinnerung heilend mit Erinnerung.

Sonntag, 26. Juli 2015

Kuantan

Herz fährt Richtung Osten, Kuantan. Hoch über den Lorries hängen glitzernde Spinnen von Kupfer bis grün in den Netzen zwischen den Stromleitungen.
So leer war die Autobahn noch nie. Es lockt der Titel "verlassenes Herz fährt nach Norden". Aber er weiß: Das Wort vom Verlassen wäre ein Verrat. Liebe ist eine Sache des Glaubens. Und mächtig mischt sich Hoffnung ein. Also Nicht-Wissen. Wie könntest Du leben, wo nur noch langweilige Gewißheit wäre?

Er hat gegeben und geglaubt zu bekommen. Umgekehrt wird es nicht anders gewesen sein. Er weigert sich, es anders zu glauben. Unbestreitbar ist da nur dieses Fehlen.

Er hat ein altes Kinderbild gefunden. Wohl aus der Kindergarten - Zeit. Eine Frau tritt aus einem Haus auf die Straße. Sie trägt ein leuchtend rotes Kleid und hält einen ebenfalls leuchtend hellen gelben Regenschirm über sich. Der Regenschirm ist transparent und wirft sein Gelb schräg über die obere Gesichtshälfte.

Es könnte das Bild seiner Mama gewesen sein. Herz spürt ein starkes Ziehen der Trauer.

Wie wertvoll ist Kunst? Selbstverständlich hat er den Nachdruck von Picasso abgehängt und durch eine Farbkopie seiner Zeichnung ersetzt. Bedeutung hat Bedeutung nur in einem schmalen Bereich zwischen Zufriedenheit, Gleichgültigkeit und Neugier. Wo Leben und Liebe treffen und zusammenkommen oder zerreißen, verliert sich Bedeutung in den Fluten von Trauer und Glück.

Er erinnert sich an Jean Paul "Nicht das Leben im Tod:der Tod im Leben. Daran glaube ich."

Unter glitzernden Spinnen fährt Herz Richtung Kuantan. So leer war die Autobahn selten. Gerne würde er den Schmerz Verlassenheit zelebrieren. Unrecht im Spekulieren der Liebe. Erinnerung legt ihm die Hand auf den Arm.

Am Straßenrand eine Frau in rotem Kleid. Ein Regenschirm hier am Eingang zum Dschungel?  Sie schüttelt freundlich unwirsch mit dem Kopf, als wollte sie sagen:"Lass mich hier! Fahr weiter!"

Ein angenehmer Schmerz von einsam in der Welt sein.
Wo Liebe fließt.
26.7. 15

Donnerstag, 23. Juli 2015

Dunkler Ton

Zitternde Welt

Und unter dem Zittern in der Welt
Ein dunkler Ton,
Oben das Leuchten des Himmels.

Hinauf steigt der Lerche Gesang,
Herab vom Turm fällt der Sperber
Und auf und ab singt die Meise ihr Lied.

Im Auge die prachtvolle Welt,
Im Herzen die zeitlose Nacht.
Doch plötzlich ganz klar Deine Stimme:
"Vergiss im Schmerz nicht die Liebe!"

23.7.15

Dienstag, 14. Juli 2015

Simulation

Und während ich so simuliere und weine und tausend schöne Erinnerungen mich in ein verlorenes Glück heben, mich in tausend Abgründe der Einsamkeit, nein, des heftigsten Verlusts zu stürzen, fächelt ein sanfter Wind aus Märchenzeiten aus den Blättern meines treuen Apfelbaums, und der Sommer umarmt mich mit einem weichen Abend.

Du brauchst Dich nicht anzustrengen. Ich weiß schon, dass die Welt es wert ist. Aber ich kann nicht, noch nicht wieder, folgen. Es heilt an der Wunde Liebe. Doch ist auch noch der Schmerz.

Schwere dunkle Regenwolken kommen von den Bergen.

Komm wir ziehen das Kanu an Land und stellen uns dort unter die Hütte. Du blühst auf im Abenteuer Erwartung.

So war es. Und es war gut. Ach hättest Du einen Augenblick für Erinnerung gehabt!

Aus dem Apfelbaum das Versprechen der Welt. Ich lege meine Hand an Deinen Stamm. Ich freue mich mit Dir über den Regen.

Dienstag, 9. Juni 2015

Religion

Die Frömmigkeit ist eigentlich der esoterische Ersatzstoff von Religion, mit der der gospelnde Guru den Glauben bestreicht. Ich dagegen glaube, dass Gott zur Liebe auch den Verstand hat.

Mittwoch, 3. Juni 2015

Stein aus Stein

Stein aus Stein 

Noch ein Steinchen fällt 
Und noch ein Stein, 
Um 8 scheint der Sommer noch schön, 
Hoch steht das Ziergras am Zaun. 

Der Dichter reibt seine Worte
Wie Grillen ihre zirpenden Beine, 
Ein Schnäppchen Blumen schaukelt im Wind, 
Die Kirche vergoldet von Sol. 

Ein Rabe fliegt auf in Soroka, 
Ein Windrad stürzt hinab in die Angst;
Gedenkt Dir das Maul der Megäre, 
Der Hass im Blick des Erkannten? 

Totenstill ist die Stadt 
Wie verlassene Langweilen vom Dorf
Und der Mensch scheint ein Feind 
Und Stein fällt aus Stein. 

Ich fliehe die klebrigen Bürgersteige 
Des Ego, der verlorenen Hoffnung. 
Immer die gleichen Gespräche, 
Die gleiche Lust, - doch neu!

3.6.15


Dienstag, 2. Juni 2015

Einsame Schleifen



Die Einsamkeit kommt,
das Herz schlägt einen Schatten,
Karl Kraus, auch Dein Vers ist verweht
und dies sind andere sterbende Blumen.

„Gelb!“, ruft der Ginster ins Grau,
die nächste Portion grillt am Grill.
Was kümmerts die singende Meise
und Spatzen spielen weiter mit Licht.

Auch zu hören: das Hecheln der Hunde,
auch zu sehen: der Protz der Gewalt.
Von fern noch der Duft des Holunder,
„Berührung“- denkt das einsame Herz.

Du kannst den Moment nicht bewahren vor dem Moment. Autos ziehen Endlosschleifen der Sehnsucht um die Blocks der Vergessenen. Elstern stoßen ihre mörderischen Schreie in die Lust.

Und doch: wie schön war und ist der Tag!

2.6.2015


Freitag, 24. April 2015

Aprilabend

Und dann ist es warm.
Denn der Sommer schickt seine Tage
schon weit hinaus in den Mai.
Ja, jetzt spät im April,
summt es schon laut
um das Sehnsucht schreiende Gelb
der Forsythie.

Die Passanten lächeln, Männer und Frauen,
die Kinder hüpfen und träumen,

man trifft sich zu Austausch
und Planung von Fest und Verbrechen,
führt Hündchen
und Underdogs werfen ins Treiben
die Wut eines Pitbull.

Bulgaren fahren auf Glück aus,
die Satten, hungrig nach Liebe,
zerfleischen die Lust in Diäten.
Lauschreiber ziehn Faden auf Faden
aus den Klebrigkeiten des Alltags,
und hallend inszeniert eine blecherne Seele
die Wichtigkeit ranzigen Peanuts als Leistung.

Und es ist warm und das Leben kehrt wieder.

Montag, 20. April 2015

Ausatmen




Schon lange habe ich kein Bedürfnis mehr, aufzubewahren. 

Gedichte erfüllen mich nicht, eine schöne Aussicht, ein schöner Ausblick, eine tiefe Einsicht reizen mich nicht, sie in einem Kristall oder Gedicht aufzubewahren. 

Schöne Bilder gehen an mir vorbei wie schöne Landschaften. Ich muß sie nicht mehr festhalten, kein Bild muß ich machen.

Musik: schon lange war mir unerträglich, was länger klang als ein Lied. Ich singe, höre die Meisen in ihrem einförmigen „Ich will“ gerne, aber es ist auch gut, wenn es vorbei ist. Jenny Wren, das Lied von PMC, auf das ein Freund mich aufmerksam macht, ein überraschtes Nachdenken, Redemtion day von JC, ein dunkler Blick in den näher kommenden Abgrund, dunkel und voll von Sternen. Die Stille der Nacht ist nicht weniger schön.

Smirc meint, das klinge doch sehr nach Resignation, Fäulnis des Willens.

Dr. Warnix, Psychagog und professioneller Bomsch, nimmt mich in Schutz: „ Wo die Sonne aufgeht und unter, gibt es nichts, das des Aufhebens mehr wert wäre, als eben dies.“

Ja schon: Wie ich es sehe, das könnte jemand anderen interessieren. Wie alles andere. Also muß ich nicht der Welt ein Echo, Spiegel, Kaleidoskop, Bild sein. Wie schön! -

Schön, da sein zu dürfen.

Freitag, 27. März 2015

Vor einer Moschee im Jemen


Auch hier singt ein Vogel sein Lied.
Auch hier geht die Sonne auf
und unter.
Auch hier zeigt der Mond seine Sichel
und der Tod gibt Dir Antwort zu seiner Zeit.

Auch hier bricht die Liebe über Deine Pläne herein;
Gott, sagt sie.
Hörst Du noch die Botschaft des Hasses?

Wer legt Dir die Hand auf die Schulter?
Ein Freund der Menschen, an den Gott glaubt,
Oder ein Freund Gottes, der den Hass liebt?

Auch hierher weht die Ewigkeit die Sandkörner der Zeit,
auch hier schreit die Einsamkeit nach dem Blut der Liebenden;
Auch hier brüllt das Raubtier im Käfig Deiner Seele nach Ruhm,
auch hier singt der Vogel Sehnsucht.

Auch hier sagt Gott: Liebe.
Auch hier sagt das Herz: Liebe.
Auch hier kannst Du das Wort der Stille hören
oder Dich verschwören dem Hass.