Aufbruch
Nach
dem vierten Bild geht es hinaus.
Der Winter zuckt noch im schwarz glitzernden Wasser unter
dem dünneren Eis. Aber man und frau sieht schon die höhere Sonne, ihr Licht im
Viel.
Der pensionierte Bierdeckel-Designer und römische Censor Dr.
Warnix, Freund des Dr. Smirc, wurde vom Schwarm ausgesandt, die Welt zu erkunden.
Kurz zuvor hatte er einige Bilder des Freundes aus psychagogischer Zeit
besprochen. Jetzt war ihm die Lust ausgegangen und die Luft schien schon die
Saaten eines neuen Frühlings in sich zu tragen. Fastnachter feiern den hl.
Vollsauf mit allen Farben eines gut gelaunten Gottes, spotten über Trump und
seine Rudel, Putin und seine Sklaven, die den Winter in einen Alptraum
verwandelt hatten. Dem Ego Konfetti!
Das erste Bild? Er erinnert sich. Da war noch Ausgang des
Herbstes , Grün, Gelb, rote Früchte und die Einsamkeit eines Mannes, einer Frau
auf dem Weg fern der Menschen zu den Menschen. Ganz froh. Bild 2, da war der
Winter und das Erstarren der Seele im
Blau eingetreten, das er einer untergehenden Einsamkeit in Beton und warmes Licht
zeigenden Vorlage nachgemalt hatte, etwas von Weihnacht. Dann das
Friedhofsbild, in dem schon eine rosa – orange Sonne in das Jahr 2026 lockte.
Das vierte aber, Jurte über der Mongolei, war schon voll Hoffnung auf Quelle
und frisches Gras. Er nimmt die Erinnerung an Janosch zur Hand….
Kunst: Du musst nicht verehren, Du
musst nicht verachten. Du hast eigenen Weg. Und Kunst ist –
Natur! Denn Natur sind auch wir selbst, auch wenn wir kunsten. Trau Dich, wie
schon 68.
Beschreibungen
Bild I
( Bild I, rechts Original; links ganz ok aber nicht stimmig (KI nach der Schilderung).
Es ist von mir, noch ganz unschuldig frei von Begeisterung,
Abscheu und Wurstigkeit. Es zeigt offenbar den Ausblick aus einem dunklen
Arkaden-Gang auf einen Park (die Bäume scheinen in Reih und Glied zu stehen).
In der Aquarellzeichnung leuchten die Kronen, Äste und Zweige in transparentem
Dunkelgrün. Im mittleren von drei Bäumen läuft die Farbe fast formlos
ineinander, im linken streben sehr viele Äste nach oben, zum Teil auch in
schwungvoller Kurve nach unten.
Die Äste im rechten Baum sind in fast geometrischer Schärfe
ausgeführt, Dreiecke aus Ast und Zweig öffnen sich nach oben.
Das Braun der Stämme, schlanke Streifen, liegt in rötlicher
Schattierung. Hellgrüner,
durchscheinender Boden, zu den Betrachtern hin mehr und mehr in
pastell-Zitronengelb. Ein Stück gelber und näher zum Betrachter hin, ganz vorne
unten, wohl ein Weg. Oben rechts über und zwischen den Ästen hellgelb
leuchtende Sonne und auf und in ihnen verwaschen und auch klar das starke Rot
in kleinen Kreisen und Punkten Früchte.
Ganz vergessen eine nach
links gehende Person in roter Jacke, blaue Hose, grauen Schuhen, braunem Haar
und langem zur linken Seite ziehendem Schatten. Schatten? Rechts am dem
Baumstämmen dunkelgrau. Am Boden aber gibt es keinen Baumschatten.
Nach
Diskussion mit KI
Wie in Werken von van Gogh, allerdings mit einem eigenen
Ton: weniger euphorisch, eher analytisch und zugleich poetisch.
Dein Bild wirkt geordnet, Van Gogh grenzenlos und dynamisch,
Dein Bild scheint zart und transparent, Van Gogh intensiv und expressiv, Dein
Bild eher strukturiert, Van Gogh vibrierend und nervös. Wo Dein Bild
kontemplativ ist, malt Van Gogh dramatisch und der Mensch ist bei dir
beiläufig, bei Van Gogh emotional zentral.
Van-Gogh-Stil würde wohl meinen: „Ein Blick aus der
Dunkelheit in das vibrierende Leben“
Dies ist kein Park, es ist ein innerer Zustand: Ordnung,
die sich gegen das Chaos behauptet und Chaos, das in der Ordnung lauert.
Wie wäre es mit einer kurzen Bewertung durch Nietzsche,
Freud, Adler, Satir und Virginia Woolf?
Ja, Nietzsche: „Hier spricht der Wille zur Form gegen das
Chaos der Natur“ und Freud, das Aha aus
der inneren Spekulation: „Die Arkade ist das Unbewusste.“, Adler: „Hier zeigt
sich der Kampf um Überlegenheit“ und
Virginia Woolf: „Es ist ein stiller Augenblick, der sich
ausbreitet wie Wasser.“
Satire im VIP-Knorz-Stil:
„Wie entzückend! Drei Bäume, brav in Reih und Glied Das
Ganze? Ein Werk für jene, die glauben, Kunst sei Wellness“
Predigt:
„Meine Damen und Herren, Kunstliebhaber und jene, die sich
dafür halten – heute stehen wir vor einem Werk, das den Neuen Expressionismus
nicht nur zitiert, sondern ihn entlarvt. Wer es kauft, kauft sich in die
Ewigkeit.“
ü Jetzt, beim Überarbeiten, denke ich
voll froher Erwartung an den Frühjahrsputz. Die offene Tür, erste warme Sonne,
hundert zwitschernde Spatzen und Melodien singende Meisen, das Schleichen der
Katze, mein Richard, der sich zwischen die Putzmittel drängende Duft aus frischer
Erde, kleinen Blüten, aufgewirbelten Samen und Insektenpanzern. Ich gehe weit
hinaus in die Blüten.
Bild 2
Auch von mir - ich
befasse mich mit dem, was in mir vorgeht.
Beschreibung: (rechts Nachempfunden, links Original Ackermann 54) drei hohe Häuser in dunklem Blau mit etwas Grün darin. Sie tragen über den oberen Rand der (Post-) Karte hinaus. Dazwischen schwärzeste Nacht aus Tusche. Die beiden Häuser auf der Seite sind in ihrer Breite nicht ganz zu sehen. Sie ragen seitlich aus dem Bild. Millimeter breit, doppelt so hoch, die darin angedeuteten Fenster. Links je sechs davon in elf Reihen von oben, rechts ebenfalls elf in elf Reihen. In den unteren ⅘teln der Häuser keine Fenster, nur Beton. Das mittlere Haus scheint näher. Die Fenster sind viel größer, etwa je fünf mm breit und hoch, je drei davon in einer Reihe, 17 Reihen von oben bis unten ausgefüllt. Die erleuchteten Fenster je zwei oder drei in allen Fenstern rot, fünf im mittleren gelb, neun im rechten Haus gelb bis siena.
An der linken
Seite des mittleren Hauses, etwa in ⅞tel Höhe ein Beton-Block, die obere Breite
etwa zwei Fenster aus dem Mittelhaus, unten etwa doppelt so breit bis zum Fuß
des linken Hauses. Aus dem oberen Bereich, von der vierten Fensterreihe etwa
fünf Reihen lang zieht sich ein hell erleuchteter Fensterbalken in
dunkelrot/orange.
Im unteren
Drittel der Karte ist ein niedriger Block deutlich in dunklem Braun zu sehen,
aus dem quadratische Fenster mit einer längs und einer quer liegenden Strebe
leuchten. Sie sind etwa dreimal so groß wie die im mittleren Hochhaus, dass zu
⅔eln Breite von diesem Block verdeckt wird. Zwei der Fenster sind rot, vier
gelb, drei in graubraun gehalten, elf in grau. Fünf horizontale, dreieinhalb
senkrechte Reihen. Die letzte senkrechte Reihe ist zur Hälfte vom Rand der
Karte abgeschnitten. Die Rückseite des Bildes ist von einer roten (meiner
Malere)i 1972 ausge- bzw zerschnitten.
Ich habe das Bild aus meinem Kurzzeitgedächtnis gemalt, wo es sich festsetzte, als ich bei einem Antiquitätenhändler vorbei ging. Vor der Beschreibung habe ich es dort noch einmal betrachtet und sehe, daß da gar keine Häuser, lediglich acht in unterschiedlicher blauer Kreide angelegte Flächen (fünf senkrechte Teile in vier verschiedenen Höhen) zu finden sind: eine senkrechte, etwas schräg, halblinks in leuchtendem mittelblau, vier Flächen in einem dunkelgrauen Blau, zwei in heller bläulicher Kreide, der hohe breite Mittelbalken in blau mittlerer Helligkeit. Einzig der rot/ orange leuchtende Kreisausschnitt hat es in meine Übertragung geschafft. Das Bild trägt die Unterschrift: Max Ackermann 54 (Ich war 3 Jahre alt), Nr 7 von 60. Er soll Wegbereiter der abstrakten Malerei gewesen sein (1887-1975) - Was er im WWII gemacht hat, weiß Wiki nicht. Ein Original könnte heute 10.000€ bis 30.000€ bringen.
Die Darstellung hier ist von KI nach meiner Beschreibung entworfen.
Was aber
wichtig ist. Es geht mir hier ja nicht um Form: ich habe ihr eine
"Interpretation real" gegeben. Mir geht es hier um die Farben, also un
Fühlen und Stimmung. Das düstere und
eher kalte Blau. Die kalte Nacht im Dezember, die fernen Menschen und
die Hoffnung des Philipp Moritz in der Zeit des Ausgangs der Vernunft aus den
barocken Quasten und dem frömmlerischen Pietismus. Wie kalt waren doch die
Häuser Hannovers von den Wiesen aus zu sehen. Das Licht der Zugewandtheit in
den Familien oder die Träume am stillen Schreibtisch? Besonders nah ist Gott
nicht in den Zeiten von Zucht und Misstrauen, wir ab im 3.Reich. und als ich am
Fenster vorbei gehe, erscheint das Licht verloren im ausfrierenden Winter.
Aber rot war
auch der Glühwein und das Leuchten aus unserem Fenstern. Schau den Ruhm für
dreißigtausend! Er war erfüllt von kalter Nacht und warmer verlorener
Sehnsucht. Ich lebe bei den Menschen. Und das mit Dir! Manchmal gelingt es meinen Träumen, unsere
Gespräche zu dekorieren. 21.1.06
„Kritik eines
VIP Impressionisten“
(ironisch,
satirisch, sarkastisch)
Ach, mein
liebes Talent – wie rührend! Du wagst
dich tatsächlich an die Farbe Blau. Blau! Die gefährlichste aller Farben, seit
Max Ackermann sie zur Religion, zur Offenbarung und, ja, zum alleinigen Grund
für das Fortbestehen des Universums erklärt hat.
Und nun
präsentierst du mir dieses urbanistische Hochhaus Triptychon… oder ist es eher
ein Architektur Stimmungsbericht aus der Verwaltungshölle? Man weiß es nicht
sofort – aber Kunst soll ja Fragen stellen.
Natürlich
erkenne ich, als VIP Impressario deine mutige Entscheidung, Fensterlichter
abzudämpfen. Welch avantgardistische Geste! Fast so, als wolltest du sagen: „Hier
leuchtet nicht einmal die Hoffnung.“
Beeindruckend..
Der senkrechte
rot orange Lichtbalken – wie herrlich! Minimalistisch, kompromisslos, völlig
schmerzfrei in seiner Ungeteiltheit. Ich nenne das: Die vertikale Verzweiflung.
Ein fluffiger Kontrast zu Ackermanns transzendentalem Blaurausch, der im
Vergleich dazu natürlich unerreicht ist. Aber wie wäre das schon? Nicht einmal blau,
wenn man ehrlich wäre.
Der braune
Block auf der rechten Seite… exquisite Platzierung. Er wirkt wie ein stilles Seufzen:
„Ich wollte
eigentlich nicht im Bilde sein, aber hier bin ich halt.“
Was für ein zeitgenössisches,
architektonisches Existenzialdrama in Aquarell und Faserstift.
Und die
schwarzen Tuschnächte zwischen haushohen Rechtecken – ein Statement! Pure
Dunkelheit. Pure Stadt. Pure Weg-damit Perspektive.
Imposant wie
VIP:
Ich erkenne
Mut, Konsequenz und eine gesunde Missachtung der Freude. Aber natürlich: Max
Ackermann bleibt der unangefochtene Gott des Blau, und dein Bild ist wohl sin
treuer, etwas melancholischer Vasall..
Zur Preisverleihung
Predigt des Knackwurst-Gurus
von den schönen Künsten
im Neuen Expressionismus:
Ihr beneidet uns, weil wir den
Neuen Expressionismus wagen!
Der Preis, den wir für die Freiheit
der Kunst zahlen, ist Ruhm
der Konvention!
Ängste sind Kitsch,
und Zweifel Staub!
Nur Visionäres zählt,
nur Kühnes bleibt!
Wir malen nicht den Augenblick,
wir malen für die Sinnenbeine
vom Ewigkeitsknick!"
Der Kunstpreis-Expressario.
Bild 3
Beschreibung
Was schlägt das Bild vor? Ich kam vom Grab und ging zum Ausgang. Der asphaltierte Weg lag in grau vor mir. Dicke Platanen bildeten eine Allee, dahinter graugrün dunkles Immergrün. Das Kreuz eines neuen, die Steine älterer Gräber standen etwas weiter vor mir und es war recht kalt. Aus einem frühlingsblauen Himmel aber blendete erstes Sonnenlicht. In der Luft schien schon der Duft nach feuchter Erde, nach ersten Blüten zu liegen und ich dachte, wie schade es doch sei, daß X,Y und Z das nicht erführen. X nie mehr, Y und Z müssen erst einmal alt und unwichtig werden, bis die Zeit ihnen Bilder und Träume eröffnet. Ich machte ein Foto, ließ mir ein KI- Bild kreieren und malte selbst mit Tusche und Filzstift.
Im Ergebnis bin ich gescheitert. Die dargestellten Personen,
erst recht die stilisierten Grabsteine sind nicht einigermaßen nach meiner
Vorstellung geworden, aber die Bäume, ihre Farben und der blaue Himmel mit
orangenen Streifen kommen hin. Vögel in der Luft stimmig.
Der Frühling, fern und kalt lockt aus diesen Farben und
siena- gelb. Schau hinaus und geh
Bild 4
Beschreibung. (links
Original, rechts KI)Es handelt sich um ein eher dekoratives Bild, auch in meiner
Vorstellung, mit einem nachbearbeiteten Foto (kleine Narzissen in der linken
unteren Ecke. Ich habe zu Weihnachten farbige Filzstifte bekommen und
ausprobiert. Du siehst die blauen und grauen Linien mit einem Einschluß von
Dunkelgrau und Weiß. Das dachte ich als Himmel mit Wolkenband.
Von unten ist eine grüne Wiese und darüber in Hellbraun eine
dünne Fortsetzung mit oberer Linie in Anthrazit (ein Wasserlauf) zu sehen.
Darüber segelt ein großer schwarz - weißer Entenvogel. Vorne rechts zwei dünne
bestünde Silhouetten entlaubter junger Bäume mit senkrechten Schatten
zum/zur Betrachtenden hin. etwa ein
Fünftel der Länge des Bildes, hinter und über dem Bach, von Wellenstrukturen in
Gelb und Braun überzogen Hügel und über ihnen vor dem Himmel im nächsten oberen
Fünftel von der rechten Seite aus eine halbe Breite hellgraue Wolken (ebenfalls
in Linien schraffiert). Hinter dem Hügel hoch, fast bis zur Höhe der Hügel aus
vier hohen Blumenstengeln rot - orangene weit offene Tulpenblüten.
Über dem geschilderten Bild, abgegrenzt im obersten Fünftel
eine in orangegelb gehaltene Deko im Karo-Muster, weiße Linien um Gelbe Karos.
Eine nach vorn eine (etwa zu einem Fünftel am Boden) geöffnete Jurte, oben und
an den Seiten anstoßend. Die Jurte selbst auch ist von weißen, braunen, grünen
und hellbraunen Karos in 5 Reihen überzogen. Vonn innen leuchtet es orange,
oben abgedunkelt in der Farbe der Tulpen. Fern im oberen Himmel der unteren
Zeichnung kleiner schwarzer Vogel.
Frage an die KI:
Was meint der empörte Kunstverehrer, die empörte
Kunstverehrerin dazu?
Drei Stimmen prallen aufeinander.
- Kulturschnepfe Sandal Knurps, schaudernd im Aperol:
„Wie kann man Kunst nur so beiläufig
behandeln?“
- Ein Literaturpansen, der notorische Abro Likerov:
„Empörung? Ja! Denn dieser Text wähnt
Freiheit.
- Reaktion eines „Freien“:
„Endlich
jemand, der es ausspricht: Kunst ist kein Altar, sie ist Freiheit.
braucht
keine Lounge. Sie will Straße, Hirn und Streit,
Konfetti.“
Szene
auf einer Vernissage:
„Dem Ego Konfetti!“
Ort:
Galerie in Karlsruhe, 24. Januar.
Personen:
Kunstministrant*innen,
freier
Künstler. Bild: KI.
Karlsruhe,
2.1.26
Klaus
Wachowski





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